Abteilungen

Auf dieser Seite möchte wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Gliederung unseres Vereines geben.

Unser Verein ist in mehrere Abteilungen aufgeteilt, die verschiedenste Bereiche des Vereinslebens abdecken.

Es ist auch jedem Mitglied frei gestellt in mehreren Abteilungen vertreten zu sein.

Unsere Abteilungen
Bogenschützen

Zwischen Bad Münstereifel und Eicherscheid, gegenüber der Wildfarm Reetz liegt unsere Bogensportanlage in einem kleinen Tal, dem Linderjahn. Sie wurde in einem aufgelassenen Steinbruch errichtet und ist vollständig von Wald umgeben, dort trainieren unsere Bogenschützen das ganze Jahr über.
Auf der Bogenwiese ist Platz für 15 bis 20 Scheiben auf Entfernungen von bis zu 70 m.

Geschossen wird mit Langbögen, Recurve- und Compound-Bögen.

Weitere Informationen und aktuelle Trainingszeiten auf der  Webseite der Bogenschützen .

Gäste sind immer willkommen.

Historische

Die Hauptaufgabe dieser Abteilung ist die Bewahrung der Tradition in unserem Verein. Die Mitglieder dieser Abteilung treten bei gegebenen Anlässen unseres Vereins in Schützentracht bzw. Clubjacke an.

Liebe Besucherinnen und Besucher,
herzlich willkommen bei der Historischen Abteilung!
Uns gibt es schon seit mehr als 615 Jahren. Die Schützenbruderschaft bestand ursprünglich nur aus Männern. Heute sind wir aber froh, dass dies weit hinter uns liegt und wir uns zu einer echten Schützenfamilie entwickelt haben. Männer und Frauen, Jung und Alt sind jetzt Mitglieder der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft.

Wir verstehen unsere Historische Abteilung nicht als „Schießverein“. Das steht bei uns nicht mehr im Vordergrund. Das Schießen war früher sicher eine notwendige Aufgabe der Bruderschaften, um das Gemeinwesen „Stadt“ zu beschützen. Heute ist das Beschützen vor  gewalttätigen Angreifern nicht mehr erforderlich. Wir verstehen uns vielmehr als die Beschützer der gleichen Wertvorstellung, die unsere Schützenfamilie über die Jahrhunderte verbindet:

Aus den Begriffen GLAUBE – SITTE – HEIMAT leiten wir unser Selbstverständnis ab.

Glaube – Sitte – Heimat, drei starke Prinzipien, die in jeder Generation wieder neu definiert und gestärkt werden müssen, damit sie nicht einfach auf dem Papier oder der Fahne stehen, sondern aktiv gelebt werden.

Heimat
Die Schützenbruderschaften stehen im Dienst der Gesellschaft, für die sie Verantwortung übernehmen, und helfen so, dass für immer mehr Menschen eine Heimat wächst, in der sie Sicherheit, Solidarität und Verlässlichkeit erfahren können.
Gerade in unserer schnelllebigen Zeit bekommt der Begriff Heimat eine immer wichtigere Bedeutung. Unsere Arbeitsstätten liegen oft nicht mehr am Wohnort und so spielt sich ein Großteil unsere Lebens nicht mehr am Wohnort ab.. Die Zeiten, dass sich das gesamte Leben in einem Ort abspielt, sind definitiv vorbei.
Da kann sich durchaus die Frage stellen, wo ist meine Heimat, wo habe ich meine sozialen Kontakte und wie kann ich mein Leben so gestalten, dass ich mich „zuhause“ fühle, an dem Ort, wo ich mit meiner Familie lebe?.
Innerhalb dieser gesamten Problematik der „Heimat-Suche“ können unsere Bruderschaften ihre über Jahrhunderte gesammelten Erfahrungen einbringen und dem Suchenden Perspektiven schenken.
Man kann erfahren, dass es im Kreise der Schützen wie in einer Familie zugeht.

Sitte
Die Schützenbruderschaften leben wertebewusst und engagieren sich in ihrer Werteorientierung gerade für die Menschen, die besonderen Schutz und Unterstützung brauchen.

Das Wort „Sitte“ klingt für jüngere Ohren vielleicht etwas altmodisch, und so ist dieser Wert nicht nur bei der Jugend etwas in Vergessenheit geraten.
Früher tauchte der Begriff Sitte mit einem zweiten Wort auf: Anstand.
Anstand und Sitte waren in der Gesellschaft fest verankert und führten dazu, dass man sich mit gesundem Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme begegnete.

Wer braucht denn unseren Schutz und unsere Unterstützung? Sind es nicht gerade unsere Jugendlichen, die unseren Beistand und unser Vorbild brauchen, wenn sie in einer Welt des Egoismus, der Bindungslosigkeit und des Vorrangs wirtschaftlichen Denkens heranwachsen?
Im Schutz der Bruderschaft, im gegenseitigen Achtgeben aufeinander – über die Generationen hinweg – können sie lernen, wie man sich in der Gesellschaft selbstbewusst, daneben aber ebenso kontrolliert und verantwortungsvoll verhält. Wie man öffentlich auftritt und sich beispielsweise eben nicht so unkontrolliert die Kante gibt, dass eine Alkoholvergiftung die Folge ist. – Das Feiern an sich soll nicht verurteilt werden, aber es kommt auf die Art der Feier an, auf das verantwortungsvolle Feiern, damit es ein Fest bleibt für die ganze Familie.
So bleibt noch ein letztes Prinzip, welches uns meist in der Taufe geschenkt und durch unsere Eltern vorgelebt wurde:

Glaube

Bischof Dr. Heiner Koch formuliert es so:
„Die Schützenbruderschaften setzen sich ein für den christlichen Glauben, was besonders in ihrer kirchlichen Bindung zum Ausdruck kommt.“

Man kann immer wieder erleben, wie eng und gut die Zusammenarbeit in der Glaubensweitergabe funktioniert und wie der Glauben an Gott in den Bruderschaften aktiv gelebt wird.
Nicht nur die Begleitung bei Prozessionen und die Mitgestaltung von kirchlichen Festen sind da zu erwähnen. Besonders deutlich wird doch der gelebte Glaube, wenn es im Leben für eine Familie schwierig wird, wenn z.B. ein geliebter Mensch stirbt und selbstverständlich füreinander gebetet wird.
In der Stunde der Not ist man da und hält zusammen. Man steht zueinander, erträgt den Schmerz und man tröstet sich gegenseitig.

Schmerz und Freude liegen oft ganz eng beieinander, und manchmal fragt man sich vielleicht, wie kann das gehen?
Der Weg, den wir in der Gemeinschaft der Schützen gehen wollen, sollte sein, die Beziehung zu Gott zu pflegen.
Und so ist es auch die Aufgabe eines jeden Schützenbruders, den Glauben in seinen Alltag nach seinen Fähigkeiten zu integrieren, sei es in seinem familiären Umfeld, bei der Arbeit, bei der Gestaltung der Freizeit oder gerne auch in unseren Gemeinden.

Schütze sein ist mehr als feiern, Vogel schießen und marschieren. Es ist eine Lebenseinstellung, die man bis in die Gesellschaft hinein spüren muss, wie das Salz in der Suppe.

Glaube – Sitte – Heimat sind drei Prinzipien, die sich nicht trennen lassen, die sich einander bedingen und die unseren Mitmenschen und uns hier an unserem Ort ein wertvolles Leben ermöglichen.

Jung- und Schülerschützen

Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit bei unserem Verein ab 10 Jahren Luftgewehr und Pistole zu schießen.
Hierzu benötigen Sie eine Erlaubnis der Kreispolizeibehörde und der Eltern.
Ab 12 Jahren genügt nur noch die Genehmigung der Eltern.

Die Jungschützen sind eine eigenständige Abteilung innerhalb unserer Bruderschaft.

1962 wurden die Jung- und Schülerschützen gegründet und verfolgen drei Ziele:

1. Zusammen mit der historischen Abteilung unserer Bruderschaft, ist sie aktiver Teilnehmer an allen Veranstaltungen im Rahmen des Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.Dazu gehören die Teilnahme an Schützenfesten in der Region und an überregionalen Jugendveranstaltungen wie dem Bundesjungschützentag ebenso, wie das historische Schießen auf den Prinzenvogel auf unserem eigenen Schützenfest.
2. Als dem Rheinischen Schützenbund e.V. und dem schon erwähnten BdHDS e.V. angeschlosseneBruderschaft, wird dem sportlichen Schießen eine große Bedeutung beigemessen. Die Jugendabteilung trainiert wöchentlich und hat inzwischen aus ihrer Mitte Jungschützenleiter ausbilden können, welche in der Lage sind Training und Wettbewerbe eigenverantwortlich zu organisieren und zu leiten. Die Abteilung hat die Möglichkeit Luftgewehr- und Luftpistolendisziplinen zu schießen, ab 16Jahren und mit festgestellter Eignung, können aber auch Kleinkaliberdisziplinen geschossen werden. Wie in anderen Sportarten auch, kann man sich über gute Leistungen, bis in die Bundeswettbewerbe qualifizieren.
3. Gemeinsame Unternehmungen und Spaß in der Gemeinschaft, sind das letzte und sehr wichtige Ziel der Jungschützen, dies reicht vom gemeinsamen Zeltlager, über Ausflüge, bis hin zur Organisation eines Theaterprojektes zum Thema „Zivilcourage“ in Zusammenarbeit mit dem Opferhilfswerk „Weißer Ring“. Ein Höhepunkt der Jugendarbeit ist jedoch die jährliche Vorbereitung, des von der Jungschützenabteilung ins Leben gerufenen „Josef-Jenniches-Gedächtnispokalschiessens“.

Leider ruht unsere Jugendabteilung zur Zeit.

Sportschützen

In dieser Abteilung sind alle Schützen/innen vertreten die Interesse am Schießsport mit Gewehr und Pistole haben.

Durch die Veränderungen innerhalb der Bruderschaft entstand 1967 die Sportschützenabteilung.

Neben den sportlichen Aktivitäten wurde und wird an den Veranstaltungen der Bruderschaft rege teilgenommen. Im Vordergrund stehen die Besuche der auswärtigen Schützenfeste, weil eine starke Verbindung zu der Historischen Abteilung besteht.

Seit Ende der 60er Jahre bestehen enge Verbindungen zu den Schützen der Partnerstädte Ashford und Fougères. Regelmäßig trifft man sich alle zwei Jahre mit Sportschützen aus Ashford. Hierdurch sind viele persönliche Freundschaften entstanden. Außer diesen regelmäßigen Treffen wird durch Fernwettkämpfe sportlich Kontakt gehalten. Die Beziehung zu den Schützen in Fougères wurde leider vor einigen Jahren unterbrochen, als dort ein neuer Vorstand gewählt wurde.

Jeder ist herzlich eingeladen, auch als Gast, an dem Schießtraining dienstags ab 19:00 Uhr teilzunehmen.